Donnerstag, 31. Juli 2008

Marienau an der Aue


Da sind wir wieder - eigentlich schon seit dem 6.Juli, denn Ole und Arne wollten gerne noch einige Tage in "ihre Schule" gehen, um gemeinsam mit den Klassenkamerad/innen in die Ferien zu starten.
Leider war die Möglichkeit der Telefon- und Internetkommunikation schwieriger wieder herzustellen als gedacht (ist die TELEKOM eigentlich noch eine Behörde oder doch schon eine AG?). Darum können wir erst jetzt unser Reisetagebuch beenden.

Wir stecken schon wieder voll im Dorfleben und danken Ihnen und Euch allen für die freundliche Begleitung unseres erlebnisreichen Jahres in diesem Internet-Tagebuch. Gerne ermuntern und beraten wir jeden, der ähnliches plant oder davon träumt - unser Boot steht übrigens bereit und kann käuflich erworben werden: für den nächsten großen Familientörn.

Freitag, 27. Juni 2008

Ist es die kleinste Kirche der Welt ?




Little Chapel - gesehen auf Guernsey!

Mittwoch, 25. Juni 2008

Guernsey, St. Peter Port




Gerade hatten wir die Biskaya überquert (diesmal ohne Sturm) und in Camaret sur Mer die Leinen fest gemacht ; eigentlich ein wunderbarer Küstenort, um die Seele baumeln zu lassen.

Doch uns treibt eine innere Unruhe und auch der allmählich zunehmende Westwind weiter ostwärts durch den Englischen Kanal.

So wird die Kanalinsel Guernsey möglicherweise unser vorletzter Stopp auf dem Weg ins Ijsselmeer, dem Heimatrevier der BLUE NOSE, sein. Hier verweilen wir also noch bis voraussichtlich Freitag, um dann den letzten großen Schlag nach Ijmuiden/Amsterdam zu schaffen.

Drückt uns die Daumen - bis bald!

Mittwoch, 11. Juni 2008

Prince lebt nicht mehr


Heute ist für uns ein trauriger Tag, wir haben unseren treuen und alten Wegbegleiter Prince einschläfern lassen müssen. Mit seinen 14 Jahren hat er ein stolzes Alter erreicht und wir werden ihn sicherlich in Zukunft vermissen, aber sein Leiden hat sich in den letzten zwei Tagen so sehr verschlimmert, daß er permanent unter Schmerzen litt. Die Entscheidung ihn gehen zu lassen war nicht einfach, aber sicherlich die richtige. Sein Herz schlug sehr unregelmäßig und in seinem gesamten Körper hatte sich Wasser eingelagert, so daß er sich gar nicht mehr bewegen wollte.
Jetzt geht es also weiter, das Ziel Deutschland-Marienau vor Augen. Da die Winde uns zur Zeit nicht gewogen sind (Nord-Ost) warten wir in Gijon auf Wetteränderung-am Wochenende scheint es soweit zu sein.

Samstag, 31. Mai 2008

Ausflugswetter




Im Eiltempo sind wir die portugiesische Küste entlang nordwärts motort, Segeln in dieser Richtung wäre nur bedingt möglich und würde weite Schläge hinaus in den Atlantik erfordern - und da kommen wir ja gerade her.
"Zuhause" ist jetzt häufiger das Gesprächsthema, als die Landschaft oder die Menschen um uns herum. Das Wetter ist sicher nicht ganz unschuldig daran. Während wir hier nahe dem Cap Finisterre bei knapp 15°C mit den Zähnen klappern und es an Deck Regengüsse gibt, die schon das Ausmaß einer einsteigenden Welle erreichen, schwitzt die liebe Verwandschaft daheim bei über 30°C im Schatten.
Wir halten uns mit Ausflügen wie zum Beispiel nach Santiago de Compostela oder auch nur zum nächsten Leuchtfeuer bei Laune. Dei Vorhersage für die kommende Woche verspricht mäßigen Wind aus West - so können wir in die Biskaya hineinsegeln, mit etwas Glück bis nach Bilbao oder Santander.
Von dort müssen wir dann wieder die "Bay of Biscay" queren in Richtung Nordfrankreich. Wer sich an die Berichte unserer ersten Biskayaüberfahrt erinnert, wird verstehen, dass uns etwas mulmig zumute ist; so vertrauen wir auf eure guten Wünsche und die Seglerweissheit, das auf einen schlechten Biskaya-Törn drei gute folgen werden.

Sonntag, 11. Mai 2008

Mittwoch, 23. April 2008

Europa kommt näher


Nach einigen Zwischenstopps in kleinen Fischerhäfen und dem Industriehafen Safi, wo es jeweils sehr ruppig beim Anlegen unserer BLUE NOSE zuging, sind wir nun im Royal Yachtclub von Mohammedia angekommen.
Die alten Autoreifen , die wir in Essaouira für stolze 50 Dirham erstanden hatten, um unser Boot vor Betonkaimauern und PS-starken Fischerbooten zu schützen, konnten wieder gegen unsere "hübschen" Bootsfender zurückgetauscht werden - eigentlich fand ich unser Schiff mit den Autoreifen viel "abenteuerlicher", aber hier gibt es normale Stege für Segelboote und sogar Duschen und europäische Klosetts.
Mohammedia, wenige Seemeilen nördlich von Casablanca gelegen, ist eine Universitätsstadt und der groesste Petrolhafen des Landes - Marokko verfügt abgesehen von Phosphat über keine eigenen Bodenschätze, so wird hier lediglich das Öl aus ölfördernden Ländern verschifft. Auch für uns ist die Armut dieses Landes überall spürbar geworden in den vergangenen drei Wochen.
Hier oben, fast im Norden Marokkos, werden europäische Akzente in der Lebenskultur deutlich sichtbar.
Während wir in Essaouria und Safi das Stauraumwunder von Tante-Emma-Läden und Basaren bewundern durften, gibt es hier, nur wenige Kilometer ausserhalb der Stadt einen Konsumtempel, gegen den der Multi-Markt in Hameln wie eine Bretterbude wirkt. Schwer zu erraten, wer es sich leisten kann, hier einzukaufen.
Dass das Taxi vom Hafen dorthin umgerechnet nur 1,80 € kostet, ändert nichts daran, dass die Taxifahrer dieses Shopping-Center nur von aussen kennen.
Lediglich einmal musste unsere gesamte Familie für die Neugierde auf "echte" marokkanische Küche mit einer kräftigen Magenverstimmung reagieren.